Vereinshistorie

Gründungsvereine und Geschichte

Der SC Siemensstadt hat eine recht verwickelte Fusionsgeschichte: Der Älteste, der Stammvereine, ist der am 11. Februar 1900 im Bezirk Friedrichshain gegründete Fußballverein Berliner Sport Club Wacker 1900. Diesem Ursprungsverein trat 1914 der Fußball-Club Wacker 1912 bei. Nachdem durch die Expansion des Firmengeländes der Firma Siemens und die Ansiedlung der Firmenangehörigen in Berlin der neue Ortsteil Siemensstadt entstanden war, gründeten Mitarbeiter der Firma drei neue Sportvereine: 1907 den Turnverein Nonnendamm Siemensstadt, 1919 den Schwimmverein Siemens sowie 1921 die Sportvereinigung Siemens. Diese Vereine durften in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur nicht mehr selbständig bestehen und wurden 1938 zwangsweise zusammengeführt zur Betriebssportgemeinschaft Siemens. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges waren zunächst alle Sportvereine verboten; erst 1949 erlaubten die Kontrollratsgesetze der alliierten Siegermächte wieder Neugründungen. Dabei entstanden in Siemensstadt aus den Vorgängervereinen der allgemeine Sportverein Turn-Sport-Verein Siemensstadt und der Fußballverein 1. Fußball Club Stern Siemensstadt. Der TSV spaltete sich 1951 vorübergehend, in die Vereine Turnverein Siemensstadt 07 und Sportverein Siemensstadt, auf, fand aber 1958 wieder unter dem Namen Turn- und Sportverein Siemensstadt zusammen. Bei den Fußballvereinen fusionierte 1971 der 1. FC Stern Siemensstadt mit dem zwischenzeitlich neu gegründeten Berliner Sport Club Wacker 1900 zur Spielvereinigung Wacker Siemensstadt. Die Fusionsgeschichte fand 1975 ihren Abschluss, als sich die SV Wacker Siemensstadt und der TSV Siemensstadt zum SC Siemensstadt zusammenschlossen.